1000miles Tag 01 – 1000 Worte für Morast

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160 km 2067 hm

nach einer sehr angenehmen Nacht im EuroNightTrain ging es nochmal 2 Stunden mit dem Bus bis zum Start am Dreiländereck Slowakei, Polen, Ukraine. 

Einige nette Kontakte mit deutschen Mitfahrern geknüpft, dann gings schon los pünktlich um 15 uhr. Ich fuhr nonstop die ersten 60 km, musste mir erstmal die Hörner abstossen. kurze Pause, weiter, schon 3 Gebirge. 

Teils viel Schlamm, bei der ersten schlammigen Abfahrt 3 mal über den Lenker gehüpft. Ok, vorsichtiger sein. 

Dann die erste Furt. Niemand nimmt die durcjs Wasser, man müsste Schwimmen. Einfach zu tief und schnell heute. 

Die regel ist, nimmst du nicht den Fluss, nimm die nächste Brücke in 8 km, aber du musst beide Flussufer nach Gps Track anfahren. Das ist insofern hart, weil die Wege zum Ufer total Morastig sind. Fieser Morast, der sich überall fest frisst. 

Es wird dunkel. Ich umfahre also mit Kette rechts, vollgas, Gegenwind. Einmal drehe ich mich um, erschrecke kurz, in meinem Windschatten sind ca 10 Mitfahrer! Ich spiele das Spiel noch 4 km aber keiner löst mich freiwillig ab, also gang runter und hinten eingereiht. 

Die 2. Furt ist passierbar, also Hose aus, rad geschultert und durch. Schuhe sind nun nass und bleibens auch. 

Dann weiter durch Morast, dann 20 km Strasse, dann wieder Schlamm. Meine Schaltung streikt, zugspannung nachziehen, Öl zum 3. mal. 

Dann das letzte Gebirge, ich will das heut noch machen, es ist 23 uhr. Ich treffe meinen bekannten Thilo vom letzten Mal und wir quälen uns rauf. Oben will ich nicht schlafen, die Abfahrt wird schwer. Morast morast. Ich steige 3 mal über den Lenker. 3 cm Schlamm auf den Reifen, oder 5 kg. 

Kurz vorm Dorf, Hägematte, es ist 3 uhr und dämmert bereits. In der Ostslowakei geht um 4 die Sonne auf. Ich schlafe ein. 

2 Antworten auf „1000miles Tag 01 – 1000 Worte für Morast“

  1. Gleich am ersten Tag 160 km, obwohl Ihr erst um 15 Uhr gestartet seid. Respekt! Respekt! Und das auch noch bei den Bedingungen. Wir verfolgen auf Follow me öfter am Tag Deinen jeweilgen Standort. Auf dem Satelittenbild kann man die Wege genau sehen, die Du fährst. Es ist sicher sehr hart. Pass bitte auf Dich auf!

  2. Krasse Nummer! Ganz schön hart, vermute ich mal. Aber landschaftlich sieht das schon verdammt schön aus. Ich find das ja den Hammer, dass Du das trotzdem noch schaffst, hier was zu bloggen.
    Allzeit gute Fahrt und immer schön Helm auf!

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