Tag 09 – Regen, Wind und Höhlen


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76 km 930 hm

Nach einem entzückenden Frühstück in der Casa de los Arcos losgefahren. Hoch nach Maria, gestern hätte ich es niemals nicht geschafft, heute wars ok. Nach anfänglich blau, fängts wieder an zu tröpfeln. Noch ok. Aber dann: wir kommen auf 1.200 an, gleichzeitig der Regen und der Wind. Es beginnt eine hässliche, kalte, nasse, anstrengende Wegstrecke, auf der wir beide das Land, das Wetter und die Welt verfluchen. Kurz vor Urlaubsabbruch. Der Regen wird noch mal stärker, als wir in Orce ankommen und in die wohl deprimierenste Bar ganz Spaniens einkehren. Frust. Aber dann zeigt der Wind auch mal seine positive Seite: der Regen hört auf, wir schwingen uns aufs Rad und tatsächlich reißt der Himmel auf. Der Weg wird entzückend, es läuft, überall Höhlen, die Sonne wärmt, der Gegenwind trocknet immerhin. Gen Ende wird der Weg zäh, immer weiter heftiger Wind und Bergauf. Aber wir kommen bei Zeiten in der verabredeten Bar an, unser Airbnb-Emilio gibt uns Tipps für morgen, lädt uns ein und bringt uns in unsere Höhlenübernachtung. Megaspektakulär in den Berg getrieben – wie man hier halt so wohnt. Wowwowwow, müde, aber alles wieder gut.

Nach ausführlicher heißer (bis zu verbrühender) Dusche noch im Ort bei Victor essen gewesen. Kaminfeuer und die gleichen Tapas wie immer, aber diesmal in richtig lecker. Boah, tut gutes Essen gut! Damit der Tag nicht allzu gut endet regnet es auf unseren 10 Minuten Heimweg noch mal heftig und gründlich – nicht das wir noch milde und friedfertig werden… Ab in unsere Höhle!

2 Antworten auf „Tag 09 – Regen, Wind und Höhlen“

  1. Und wo ist die Hängematte. nein, ich freu mich ja dass auch ihr nach der regenpeitsche nach ein wenig Komfort lechzt. Klingt nach einem denkwürdigen tag, der euch sicher länger in Erinnerung bleiben wird als diese flauen 25 grad und sonne Nummern 🙂

  2. ow, ihr tapferen Zwei! Hier hats gestern endlich mal fett gewittert, mit einem Himmel so schwarz wie dir Nacht. Ansonsten sehnt sich die Natur vergebens nach dem Nass vom Himmel, die Böden sind staubig und durchgetrocknet. Aber ich bin ja selbst ne Schönwetterwanderin und weiß wie’s is mit durchgenässtem Zeug unterwegs zu sein. Ich drück euch also die Daumen für sonnigere Zeiten und dass ihr immer so nette Gastgeber*innen und leckeres Essen findet.

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