Tag 16 – que tranquilidad

Die Nacht, bzw. der Unterschläfer, ist so laut wie befürchtet. Holla die Waldfee. Geht auch vorbei. Zwischenzeitlich habe ich geträumt, ich hätte mein Oropax im Schlafsack gefunden. Es blieb ein Traum. Zum akkustischen Ausgleich werde ich morgens von idyllischem Vogelgezwitscher geweckt. Wie schön. Noch kurz in der Markthalle vorbeigeschaut und Proviant für den Tag geholt (21 km mit nada dazwischen), meinen cafe con leche getrunken und los. Das Dorf ist klein, da bin ich schnell raus und laufe von dann an völlig einsame Wirtschaftswege: auf und ab, erst durch Äcker, dann durch Wiesen, am Ende durch Eichenhaine für die Viehzucht. Außer Schweinen, Rindern und Schafen sehe ich nur Pilger. Schon relativ früh stellt sich mir eine Furt in den Weg, Schuhe aus, Flipflops an, durch. Und da das Wetter so schön und das Nacktfussgefühl so herrlich ist, schlappe ich weiter. Von der Flixbus- zur Flippflopppilgerin… die Halbtzeit meines Weges erkenne ich wie immer daran, dass ich auf einmal größere Mengen an Pilgern treffe, die alle gen Santiago laufen. Auch hier eine Furt – da die relativ tief ist, findet hier ein spontanes Pilgerhappening statt. Nach kurzem Spuk mit Plauderei übernimmt wieder die Einsamkeit. Ich pausiere unter Korkeichen (die hier übrigens anscheinend nicht geerntet werden) und nach einer herrlichen Pause in der Sonne fällt mit das Weiterlaufen etwas schwer. Aber gut, muss, keine Hängematte dabei. Übrigens: ich finds heute so warm, dass ich nachmittags den Schatten suche. Sonniges Weichei. Zum Ende des Weges geht’s noch durchs Auenland, dann komm ich ins Dorf und auf der Suche nach meiner heutien Herberge frage ich ein älteres Ehepaar, die mich netterweise noch die 10 Minuten bis dahin begleiten.
Jetzt wird’s grad dunkel, gleich kalt, die Rothautgrauel kühlt runter. Ich habe in der Apotheke noch neue Oropax ersteigert (heute wieder ein 12er Zimmer) und jetzt geh ich noch was essen. Vielleicht noch mal so herrlichen Schinken von diesen glücklichen, hübschen Schweinchen…?

3 Antworten auf „Tag 16 – que tranquilidad“

  1. Würde dir gerne auch schöne Bilder aus Kreta senden, kann das ber nicht. Jetzt sind wir wieder auf dem Wanderweg, Sonne, obwohl ( der lang ersehnte) Regen angesagt würde. Eselswege!,mit traumhaften Blick über das Meer. Abschluss in ca 5 Stunden bei Calamaris und griech. Salat.

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