WI-Prag Tag 5 – Itzgrund, Bamberg

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68 km 700 hm




















Wir fahren vom Christenstein weg, einen kurzen knackigen Trail, dann über Flussauen und lustige Fachwerksdörfer in den Itzgrund. Der Fluss Itz fliesst hier Richtung Bamberg und aufgrund der aufkommenden Hitze entscheiden wir uns, nicht den Umweg über den Berg rüber zum Obermain zu fahren, sondern direkt nach Bamberg.

In Lahm frühstücken wir bei einer Dorfbäckerei mehrere süße Teilchen.

Es gibt sie noch, die guten Bäcker.
Bei den Sandgruben an der Mainmündung bei Rattelsdorf chillen wir an einem Baggersee, schwimmen und waschen uns. Zwei Ommsen sind da auch auf der Durchreise, mit ihren vollgepackten alten Damenrädern Richtung Mainawärts.
Die Fahrt rein nach Bamberg ist irgendwie kein Spaß. Der Radweg, der kaum einer ist, führt durch langgezogene, verkehrsreiche Vororte – ganz anders, wie wir das von Städten bisher gewohnt sind.

Überhaupt ist Bamberg heute eher eine Enttäuschung… ein uns von seb empfohlener Burgerladen hat zu und was so um die Sandstrasse rum offen hat, taugt eigentlich nicht, die hohe Erwartungshaltung, die wir an die fränkische haben, zu erfüllen.

Wir essen Brotzeit am Flussufer und fahren weiter den Maindonaukanal runter, biegen dann links in die Richtung fränkische Schweiz. Hier finden wir einen richtigen Bierkeller bei bei Rossdorf.

Was ist ein Bierkeller?

Hier in der Gegend, ca 50-80km  rund um Bamberg gibt es viele, in den Hang getriebene Keller mit Holztür. Eigentlich hat jeder, der ein altes Dorfhaus besitzt, einen irgendwo kurz außerhalb des Dorfes.

Hier hat auch jedes Dorf eine Dorfbrauerei und jeder Brauer einen solchen Keller, gern mal mit Biergarten oder Schankhaus oben drauf.

Man geht also „aufn Keller“ für Kellerbier und gutes Essen, beides günstig.
So kommt’s, daß es hier an einem ganz normalen Montagabend gerammelt voll ist mit Einheimischen, die hier ganz normal aufn Keller gehen.

Nach einem Radler radeln wir weiter durch die Abendhitze, dann in einen Wald für einen ordentlichen Aufstieg hoch in die fränkische Schweiz rein. Oben der Schlafplatz ist wieder mal spektakulär, unter hohen lichten Kiefern mit Aussicht.

3 Antworten auf „WI-Prag Tag 5 – Itzgrund, Bamberg“

  1. Eure Tour ist reichlich originell. Auch wir waren einmal am Christenstein, ein mystischer Ort. Hier in Schäßburg tummeln sich ebenfalls viele Radfahrer aus Deutschland. Einer aus Osnabrück staunte über die deutsche Bauweise am Burgplatz und fragte mich, wieso hier so viele Leute deutsch sprächen. Ich antwortete mit den Worten meines Freundes, des Schriftstellers Eginald Schlattner: „Hier wurde deutsch gesprochen, da war Berlin noch ein slawisches Fischernest“.
    Ich freue mich auf Eure nächsten Berichte.

  2. Wow, schön! Das liest sich wie ein gut geschmiertes Tretlager. Ihr solltet Euch das vom Bäcker- und Metzgerhandwerk bezahlen lassen…
    Ich bleibe dran, take care, habt Spaß und lasst es euch gut gehen.
    LG, Chris

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